schneidriguez – hier schreibt Lukas Rodríguez Schneider im Sinne der Völkerverständigung: Ich will den geheimnisvollen Schweizer Wein durch die deutsche Weintrinkerbrille entdecken und die Schweizer*innen mit meiner Leidenschaft für den deutschen Spitzenwein anstecken.
Mein Weininteresse entstand, als ich eigentlich meine Bachelorarbeit in Psychologie hätte schreiben sollen. Statt Studien über Schulabsentismus las ich stundenlang alles über Rebsorten, Weingüter und Weinlagen, was ich finden konnte. Wenig später stand ich bei Ludwig Knoll im würzburger Weingut am Stein und fragte ihn, ob ich mal im Weinberg mithelfen dürfte. Ich durfte – und so bekam ich den Jahrgang 2016 vom Rebschnitt bis zur Lese mit. Danach sammelte ich Gastroerfahrung in würzburger Weinbars. Mit dem Weinblog vinwin folgten erste Versuche, über Wein zu schreiben. Neben Weinreisen gab es dort vor allem grosse Weinverkostungen, in denen Student*innen Weine probierten, bewerteten und die Weine im Gegenzug ausgezeichnet wurden.
Nach Abschluss des Studiums zog sich mein Weinkonsum ins Private zurück und entwickelte sich dort weiter. Der Fokus lag auf dem „Nebenjob“ als Psychologe, dem auswärts essen und trinken mit der damals-noch-nicht-Ehefrau und später dem Gründen der Familie mit der nun-Ehefrau.
2024 zog ich mit der Familie in die Schweiz. Nach und nach wuchs das Bedürfnis, wieder über Wein zu schreiben. Schweizer Wein war für mich als primär deutsch und österreichisch-Trinker eine ziemlich neue Welt. Gleichzeitig habe ich den Eindruck, dass viele Zürcher*innen den deutschen Wein gar nicht kannten und immer wieder überrascht waren, wenn ich einen einschenkte. And here we are.